Gegen Ende des vergangenen Jahres hat die Marktgemeinde Ziemetshausen die formellen Voraussetzungen für den notwendigen Austausch des fast 40-jährigen Tanklöschfahrzeuges TLF 16 gegen ein neues Fahrzeug gefasst, wobei im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung der Hersteller Rosenbauer zusammen mit dem Ausstatter Fischer-Feuerschutz, Dinkelscherben den Zuschlag für ein im Fachjargon als „LF20/16“ bezeichnetes Löschgruppenfahrzeug erhielten.
Bereits im Vorfeld auf diese Ausschreibung hat die Feuerwehr Ziemetshausen einen sogenannten Fahrzeugausschuss gebildet, in welchem sich fach-kundige Feuerwehrkameraden mit den beiden Kommandanten Hansjörg Micheler und Andreas Faith sowie 1. Vorstand Karl Miller an der Spitze in mehreren Sitzungen über die Ausstattung und Beladung dieses Fahrzeuges intensiv befasst hatten und auf dessen Basis letztendlich die Bestellung des Fahrzeuges erfolgte.
Dieser Fahrzeugausschuss war bereits im Frühjahr dieses Jahres beim Hersteller und hatte dort Details der Fahrzeugbeladung besprochen.
Nachdem nunmehr das Fahrzeug (Mercedes Benz Typ 16.26) und der Rosenbauer-Aufbau entsprechend den Vorgaben der Ziemetshauser Feuerwehr geliefert bzw. als Chassis gebaut wurden, war es an der Zeit, die Feinheiten des Fahrzeugausbaues mit dem Hersteller vor Ort zu besprechen.
Aus diesem Grunde fuhr der Fahrzeugausschuss zusammen mit dem 1. Bürgermeister Anton Birle und dem 3. Bürgermeister Edwin Räder im August in aller Frühe (Abfahrt 5 Uhr) zum Hersteller Rosenbauer nach Leonding (Nähe Linz), Österreich, um zusammen mit Fischer-Feuerschutz die letzten Details dieser für die Marktgemeinde zukunftsweisenden, wenngleich finanziell nicht unerheblichen Großinvestition gemeinsam abzustimmen.
Zu Beginn des Tages konnte sowohl das Mercedes-Fahrgestell als auch der mit dem Fahrzeug noch nicht verbundene Aufbau des neuen Ziemetshauser Löschgruppenfahrzeuges besichtigt werden, womit man nach Monaten der Vorbereitung / Abstimmung erstmals einen persönlichen Eindruck dieser „Schreibtischarbeiten“ in Augenschein nehmen konnte und was sichtlich die Herzen der Feuerwehrkameraden höher schlagen ließ.
Nach dieser Besichtigung hat sich der Ausschuss mit den Projektleitern des Herstellers den ganzen Tag intensiv u.a. über die Fahrzeugbeladung, Farbkonzept, etc. besprochen, wobei diese Gespräche angesichts der an diesem Tag herrschenden Hitze eine Höchstleitung an Konzentration abforderte. Letztendlich konnten die offenen Details einvernehmlich mit dem Hersteller besprochen / abgestimmt werden, wozu auch die Ansicht von vor Ort bereits fertig gestellten Fahrzeugen als Vergleich zu den eigenen Vorstellungen eine gute Basis lieferte.
Durch einen Teil der Reiseteilnehmer wurde zudem noch das Werk von Rosenbauer besichtigt, in welchem u.a. imposante Fahrzeuge unterschiedlichster Ausstattungen hergestellt werden (u.a. auch Flughafenlöschfahrzeuge).
Zum Abschluss des Termins war noch die Frage des Liefertermins für das neue Fahrzeug von Wichtigkeit, welches nach aktuellem Stand vermutlich gegen Mitte Oktober dieses Jahres geliefert wird.
Dazu wird erneut der Fahrzeugausschuss in einem 2-tägigen Übernahmetermin eine Abnahme des Fahrzeuges vornehmen sowie eine Einweisung erhalten und anschließend das Großfahrzeug nach Ziemetshausen überführen.
Dieser Termin dürfte wiederum ein großer Moment für alle Ziemetshausen Feuerwehrkameraden sein, da damit ein langwieriger Prozess des Austausches des ältesten Fahrzeuges im Fuhrpark zum Abschluss kommt.
Es ist geplant, dieses Fahrzeug in einer Einweihungsfeier im Mai des kommenden Jahres auch offiziell der Wehr zu übergeben.

Text/Foto: Feuerwehr Ziemetshausen / Rä

  • Unser Bild zeigt die die Reiseteilnehmer vor dem Mercedes-Fahrgestell von rechts nach links mit 1. Bürgermeister Anton Birle, Eugen Huber, Ulrich Fischer, 2. Kommandant Andreas Faith, Sven Eisele, Wolfgang Micheler, 1. Kommandant Hansjörg Micheler, 1. Vorstand Karl Miller, 3. Bürgermeister Edwin Räder
  • Unser Bild zeigt die Teilnehmer vor dem Chassis mit 1. Bürgermeister Anton Birle (links) und 1. Kommandant Hansjörg Micheler (rechts)